EVOLUTION - ein MÄRCHEN für
Erwachsene?
von Norbert Link
Der Verfasser ist
amerikanischer Rechtsanwalt und ordinierter Geistlicher. Die vorliegende
Abfassung ist das Ergebnis langjähriger
Forschungsarbeiten und stellt die allgemein akzeptierte Vorstellung der
Evolution aufgrund wissenschaftlicher Fakten in Frage. Sodann bietet der
Verfasser eine wissenschaftlich untermauerte Alternative für die Existenz aller
Lebewesen und das plötzliche Aussterben prähistorischer Arten an.
Die meisten aufgeklärten Menschen dieses Jahrhunderts glauben an die “Entwicklungsgeschichte” oder Evolution, also daran, daß sich alle Tiere über Jahrmillionen auf dieser Erde entwickelt haben und daß der Mensch das vorläufige Endprodukt dieser Entwicklung ist. Die christliche Religion war ursprünglich ein Gegner dieser Idee, doch hat sie sich im Laufe der Zeit mehr und mehr der Auffassung angepaßt, daß eine Evolution stattgefunden habe, die jedoch von Gott gelenkt worden sei. Einige christliche Gruppen, vornehmlich im Bereich des Fundamentalismus, sowie nicht-christliche Religionen, wie z.B. der Islam, lehnen die Evolution nach wie vor in ihrer Gesamtheit ab.
Andererseits sprechen manche Wissenschaftler heute nicht mehr von der Evolutionstheorie, sondern bereits von einer Evolutionslehre, womit sie den Eindruck erwecken wollen, daß die Richtigkeit der Idee der Evolution nicht nur eine theoretische Möglichkeit, sondern eine wissenschaftlich bewiesene Tatsache sei.
Doch ist sie das?
Herkunft und Lehre der Evolution
Lassen Sie uns zu Beginn dieses Artikels die Idee der Entwicklungsgeschichte näher betrachten. Diese Idee besagt, daß durch die Einwirkung von Sauerstoff und anderer Gase alles Leben auf Erden aus einer organischen Ursuppe entstanden sei. Irgendwie haben sich, der Evolution zufolge, zwei Zellen in dieser Ursuppe entwickelt, und zwar eine Zelle, aus der die Pflanzen-, und eine weitere Zelle, aus der die Tierwelt hervorgegangen seien. Diese Zellen sollen sich sodann auf geheimnisvolle Weise geteilt haben, bis über Millionen von Jahren hinweg all das Leben aus ihnen hervorgegangen sei, das Sie heute noch sehen können, oder das im Laufe der Zeit bereits wieder ausgestorben ist. Der Mensch, einstmals “Krone der Schöpfung” genannt, sei in Wahrheit nichts weiter als der Nachfahre eines Mollusken oder Weichtieres.
Diese Theorie ist nicht erst mit
Charles Darwin entstanden, obwohl
Die Urknall-Theorie
Ist diese These von der Entwicklung des Lebens hier auf Erden schon abenteuerlich genug, wird die Idee noch phantastischer, wenn man sie auf das ganze Universum ausdehnt. Danach sollen sich nämlich alle Planeten, Sonnensysteme und Galaxien, alles also, was es an Physischem gibt, aus einem explodierenden hochkonzentrierten, energiegeladenenen Kern oder Nukleus von Materie entwickelt haben. Die herausgeschleuderte Materie habe sich zu Planeten und Sonnen zusammengeballt, und auf diese Weise sei das Universum entstanden. Diese Vorstellung wird in der Wissenschaft die “Urknalltheorie” und die “Theorie des sich ausdehnenden Universums” oder “Expansionstheorie” genannt.
Ich arbeite seit Jahren als
Rechtsanwalt. Wenn mir ein Klient seine Behauptungen darlegt, stelle ich mir
sofort zwei Fragen:
Diese über lange Jahre hinweg erprobte und bewährte Methode sollte auch auf wissenschaftliche Überlegungen angewandt werden. Fragen wir uns also: Wo kam dieser hochkonzentrierte Nukleus von Materie her, der dann angeblich explodierte? Wo kamen die Gesetze her, die bestanden haben müssen, wie z.B. die Gesetze der Anziehungskraft und der Schwerkraft, so daß sich Himmelskörper formen und in kreisförmigen Bahnen bewegen konnten? Und letztlich: Gibt es wissenschaftliche Beweise für die Richtigkeit der Entwicklungsgeschichte?
Die Urknall- und die Expansionstheorie sind in wissenschaftlichen Kreisen keineswegs unbestritten. Der Grund liegt z.T. in fehlender Schlüssigkeit, d.h. in Widersprüchlichkeiten innerhalb der Theorie.
In seinem Buch “Starwatch” (“Sternenschau”) weist Autor David Block auf die allgemein bekannte Tatsache hin, daß unser Universum Galaxien enthält. Auf Seite 140 seines Buches erklärt er jedoch: “Dies stellt sich als ein großes Problem für die traditionelle Urknall Kosmologie dar. Galaxien und die Nebel, die sie enthalten, dürften danach gar nicht existieren.”
Doch selbst wenn man von der Richtigkeit der Urknalltheorie ausgehen will, stellen sich weitere Fragen.
Vor einigen Jahren schrieb Professor Robert Jastrow, Leiter des NASA Institutes für Raumflug, ein Buch mit dem Titel “God and the Astronomers” (“Gott und die Astronomen”). Er machte darin folgende interessante Bemerkungen:
Wissenschaftler bezweifeln Richtigkeit der Evolution
Wie verhält es sich mit der angeblichen Entwicklung des Lebens auf der Erde? Kann diese Entwicklung wissenschaftlich nachvollzogen und bewiesen werden?
Die Tatsache, daß heute in wissenschaftlichen und populär-wissenschaftlichen Magazinen und Artikeln von der “Richtigkeit” der Evolution ausgegangen wird, bedeutet noch lange nicht, daß ihre Richtigkeit etabliert ist.
An kritischen Stimmen fehlt es keineswegs. In Schmeil, “Allgemeine Biologie”, 10. Auflage 1965, heißt es auf den Seiten 309 und 310:
Das Time Magazin zitierte den damaligen U.S. Präsidenten Ronald Reagan im Jahre 1981 wie folgt: “‘Sie [die Evolution] ist eine wissenschaftliche Theorie, und man hält sie in der wissenschaftlichen Welt nicht mehr für so unfehlbar, wie dies einst der Fall war. Doch wenn sie weiter in Schulen gelehrt werden soll, dann sollte auch, so meine ich, die biblische Schöpfungsgeschichte gelehrt werden.’”
Im Jahre 1980 schrieb der inzwischen verstorbene Wissenschaftler Professor Joachim Illies vom Max-Planck Institut in einem Artikel für P.M.:
Eine in 1996 erschienene Artikelserie in der P.M. Perspektive mit dem Titel “Das Wunder der Evolution” bestätigt diese Aussage, indem sie den Münchner Zoologen und Evolutionsforscher Professor Josef Reichholf auf Seite 37 wie folgt zitiert:
Hierein besteht ein Hauptproblem für die Beweisbarkeit der Idee von der Entwicklung des Lebens auf der Erde: Die Wissenschaft findet Fossilien und ordnet diese ihren vorgefaßten Vorstellungen gemäß ein. Diese Vorstellungen müssen jedoch keineswegs richtig sein. Martin Tzschschel schrieb in einem Artikel der P.M. mit dem Titel “Woher kommt das Menschliche in uns?”:
“Das Bild der Evolution besteht aus vielen kleinen Mosaiksteinchen und vielen großen Lücken dazwischen. Ein Wissenschaftler fand einmal einen guten Vergleich für den Versuch, die Entwicklungsgeschichte mit Hilfe von Fossilien zu beschreiben. Das wäre etwa so, als wolle man Tolstois sechsbändigen Roman ‘Krieg und Frieden’ rekonstruieren und hätte von ihm nur zwölf einzeln herausgerissene Seiten zur Verfügung...Diese Rekonstruktion wirkt nicht gerade beeindruckend, bei so vielen Lücken. Dabei steckt in ihr eine kaum nachvollziehbare Tüftelarbeit der Archäologen und Anthropologen, denn eine Vielzahl von Fossilien mußte mühsam gesäubert, sortiert, klassifiziert und so eingereiht werden, daß das Bild stimmte. Kamen neue Fossilien hinzu, geriet das alte Bild nicht selten ins Wanken.”
Fehlende artüberschreitende Fossilien
Auch hat man keine Fossilien gefunden, die die Entwicklung
von einer Art in eine andere Art beweisen würden, wie die P.M. in einem Artikel
mit dem Titel “Gesucht - ein neuer
Diese Eingeständnisse von Wissenschaftlern sollten jeden denkenden Menschen zu Fragen veranlassen. Dies umso mehr, als Darwin, der Begründer der modernen Evolutionslehre, selbst auf diese Schwierigkeiten hinwies, jedoch darauf vertraute, daß die Zeit solche Wunden heilen würde. Er schrieb: “Unzählige Übergangsformen müssen existiert haben. Warum finden wir sie nicht in unzählbarer Vielfalt in der Kruste der Erde?...Die Geologie offenbart keine zunehmende, organische Kette, und das ist vielleicht der offensichtlichste und schwerste Einwurf, den man gegen meine Theorie erheben kann.”
Dieser Einwurf wurde, wie gezeigt, seit
Erschreckende Zugeständnisse
Eine berechtigte Frage. Doch die Antwort ist schockierend:
Man fühlt sich bei solchen Aussagen unweigerlich an ein Gedicht von Christian Morgenstern erinnert, in dem es heißt:
Es darf eben nicht sein, daß man dem Schöpfungsbericht der Bibel Beachtung schenkt. Und der Grund hierfür liegt leider zum Teil in einem bedauerlichen Mißverständnis, dem Wissenschaftler und Theologen gleichermaßen aufgesessen sind, wie die weiteren Ausführungen des Berichts in der P.M. deutlich machen:
Wir werden auf dieses Mißverständnis, das in den obigen Zeilen deutlich wird, noch näher eingehen. Festzuhalten ist hier jedoch, daß die Evolution nicht nur als unbeweisbar erklärt, sondern als mehr oder weniger wissenschaftlich widerlegt angesehen wird, daß man jedoch andererseits nicht von ihr abrücken will, um sich nicht mit dem Schöpfungsbericht der Bibel befassen zu müssen. Als Anwalt darf ich hier vielleicht einflechten: Einem Klienten, der solcherart “Beweismaterial” zur Verfügung hat, würde ich dringenst von der Anstrengung einer Klage und einem Weg zum Gericht abraten.
Weitere wissenschaftliche Bedenken
Und so ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, daß andere Anwälte ebenfalls ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck bringen, daß trotz aller Gegenbeweise die Evolution nach wie vor gelehrt wird. Rechtsanwalt Philip Johnson schrieb in seinem Buch “Darwin vor Gericht”: “Wir Paläontologen haben gesagt, daß die Geschichte des Lebens die Geschichte gradueller Anpassung bestätigt, während wir doch die ganze Zeit über wußten, daß dies nicht der Fall ist...Das plötzliche Auftreten der Arten und das Fehlen von Veränderungen der Arten ist das genaue Gegenteil von dem, was man von der Theorie Darwins hätte erwarten können.”
Die englische Wissenschaftlerin Chandra Wickramsainghe schrieb kürzlich: “Die allgemeine wissenschaftliche Welt hat sich dahingehend irreführen lassen zu glauben, daß die Evolution bewiesen worden sei. Nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein...Es gibt keinen Beweis für irgendeine der grundlegenden Lehren der Evolution Darwins. Ich glaube auch nicht, daß es jemals einen Beweis dafür gegeben hat. Es war dies eine soziale Kraft, die die Welt im Jahre 1860 überrannte, und ich glaube, daß dies eine Katastrophe für die Wissenschaft gewesen ist.”
Der französische Zoologe Louis Bonoure bezeichnete die Evolutionsidee schlicht und ergreifend als “ein Märchen für Erwachsene.”
Die menschliche “Entwicklung”
Wir haben schon kurz das Problem der angeblichen Entwicklung des Menschen angesprochen. Dieses Beispiel zeigt vielleicht am deutlichsten, wie sehr sich die Wissenschaft in eine Idee verrannt hat, die unbeweisbar ist, die man aber nicht aufgeben will:
Vor Kurzem strahlte das amerikanische öffentliche Fernsehen eine Sendung mit dem Titel aus: “Der geheimnisvolle Ursprung des Menschen.” Moderator der Sendung war der berühmte Filmschauspieler Charlton Heston, bekannt aus Filmen wie “Die Zehn Gebote” oder “Ben Hur.” In dieser Sendung äußerte sich Herr Heston wie folgt:
Zur Beantwortung dieser Frage interviewte Herr Heston Dr. Richard Thompson und Michael Gremo, Autoren des Buches “Verbotene Archäologie”, in dem buchstäblich “Hunderte solcher unerklärbaren Entdeckungen” beschrieben werden. Michael Gremo führte aus: “Es handelt sich hier um einen massiven Cover-Up. Wir müssen verstehen, daß die Wissenschaft wie ein Filter ist. Alles, was sie sich nicht erklären kann, wird verschwiegen.”
Und Dr. Thompson ergänzte: “Wenn man Entdeckungen macht, die mit der herrschenden Theorie nicht übereinstimmen, werden sie automatisch unterdrückt.”
In der Sendung meldete sich auch Richard Milton zu Wort, englischer Autor des Buches “Die Erschütterung des Mythos des Darwinismus.” Er erklärte: “Bis heute fehlt noch immer das fehlende Bindeglied [zwischen Affe und Mensch].” Auf den Vorwurf, daß er den Darwinismus hinterfrage, ohne eine Alternative anzubieten, entgegenete er: “Ich meine, daß, wenn der Darwinismus falsch ist, jemand dies aufzeigen sollte.”
Die Fernsehsendung untersuchte auch den sog. “Java-Menschen”, der noch bis 1984 als fehlendes Bindeglied zwischen Affe und Mensch angesehen wurde, und zeigte auf, daß es heute wissenschaftlich anerkannt ist, daß der “Java-Mensch” lediglich ein ausgestorbener Affe war. Zur Frage, ob nicht ein weiteres Fossil, “Lucy”, ein fehlendes Bindeglied sei, erklärte Michael Gremo: “Lucy gilt bei vielen als menschenähnlich. Doch ich besuchte eine Konferenz von Anthropologen, die deutlich machten, daß man Lucy nicht von einem Affen unterscheiden kann.” Richard Milton stimmte dem zu: “Dies ist nur eine Interpretation. Dieselben Knochen sind von anderen Wissenschaftlern als die Überreste eines ausgestorbenen Affen angesehen worden.”
Angesichts solcher Probleme meinte Herr Heston: “Was geschieht mit dem evolutionären Modell, wenn ein fehlendes Bindeglied nicht gefunden wird?...Das Modell bricht in sich zusammen.”
Auf ähnliche Schwierigkeiten hat auch der Artikel “Adam, wo bist du?” verwiesen, der im September 1979 in der Zeitschrift “Klar & Wahr” erschien. Der Autor, Robert A. Ginskey, führte aus: “Beim Versuch, einen Stammbaum aufzustellen, beginnen viele Anthropologen z.B. mit dem Ramapithecus punlabicus..., einem affenartigen Wesen..., das der Vorfahr aller echten Hominiden, auch des Menschen, gewesen sein soll.”
Mittlerweile wird diese Vorstellung von der Wissenschaft nicht mehr aufrechterhalten. Die P.M. veröffentlichte einen Artikel mit dem Titel: “Der Ramapithecus ist nicht mehr unser Vorfahre.” Doch fahren wir mit den Ausführungen des Herrn Ginskey fort:
Gleichwohl bastelte die Wissenschaft eine menschliche Abstammung von affenartigen “Vorfahren” zusammen. Doch dann schlug eine “archäologische Bombe” ein. Herr Ginsky berichtet:
Die Evolution ist also bereits deshalb schon unhaltbar, weil es ihr an den notwendigen Beweisen gebricht. Sodann geht die Wissenschaft über die fehlende Beweisführung mit nahezu ungeheuren Theorien hinweg und ignoriert dabei gleichzeitig solche Beweise, die die Richtigkeit der Entwicklungslehre widerlegen.
Der bereits zitierte Professor Joachim Illies schrieb in einem in der P.M. erschienenen Artikel “Was wissen wir eigentlich über die Abstammung des Menschen?”:
Die Suche nach dem Sinn des Lebens
Der bekannte langjährige Moderator der Fernsehsendung “Report,” Franz Alt, würde diesen Ausführungen sicherlich zustimmen. In seinem Buch “Liebe ist möglich”, das 1985 erschien, schrieb er auf den Seiten 68 und 205-206:
Dies sind bedeutsame Worte. Kann uns die Evolutionsgeschichte erklären, warum wir existieren? Leider nein–und sie versucht dies auch gar nicht. In der P.M. Perspektive mit dem Titel “Das Wunder der Evolution” wird unumwunden zugegeben:
Unterschiede zwischen Mensch und Tier
Ein weiteres Problem mit der angeblichen Entwicklung des Menschen stellt sich, wenn man den gewaltigen intellektuellen und intelligenzmäßigen Unterschied zwischen Affe und Mensch erklären will.
Professor Illies untersuchte dieses Dilemma in einem weiteren P.M. Artikel mit dem Titel “Können aus Affen noch Menschen werden?”:
Die P.M. Perspektive, in “Das Wunder der Evolution”, bestätigt, daß die Intelligenz des Menschen wissenschaftlich nicht erklärbar ist. Auf Seite 60 wird ausgeführt:
Gleichwohl kann der Unterschied zwischen Tier und Mensch nicht geleugnet werden. In einem bemerkenswerten Artikel aus “Brehm’s Tierleben” mit dem Titel “Ein Blick in das Seelenleben der Tiere” wird die “unübersteigbare Trennmauer” zwischen Tier und Mensch anschaulich dargelegt:
Oft sehen Handlungen von Tieren äußerlich sehr gescheit aus. Wie grundsätzlich sie sich aber ihrem inneren Wesen nach von menschlichen Handlungen unterscheiden, zeige folgendes Beispiel, das Hans Werner über einen Versuch Fabres berichtet: ‘Eine Sandwespe macht sich eine Höhle, fliegt nach Beute aus, die, durch einen Stich wehrlos gemacht, an den Eingang der Höhle gebracht wird. Die Sandwespe dringt nun, bevor sie die Beute hineinschleppt, stets zuerst in die Höhle, um zu sehen, ob hier alles in Ordnung ist. Während die Sandwespe in ihrer Höhle war, brachte Fabre die Beute auf eine kurze Entfernung abseits. Als die Sandwespe wieder herauskam, fand sie bald die Beute und brachte sie wiederum an den Eingang der Höhle, worauf jedoch der instinktive Zwang eintrat, die eben untersuchte Höhle abermals zu untersuchen—und so oft Fabre die Beute entfernte, so oft erfolgte auch das weitere aufeinander, so daß die unglückliche Sandwespe im gegebenen Falle ihre Höhle 40mal untersuchte.’
Die Gesamthaltung der Sandwespe erscheint an sich sehr klug und sinnvoll. Aber ihr Verhalten im Falle der geschilderten Störung zeigt jedoch deutlich, daß sie gar nicht versteht, was sie tut. Es kommen dann eben völlig sinnlose Verrichtungen zustande, wie z.B. auch, wenn der Hund auf dem Pflaster scharrt, um seinen Kot zu vergraben...
Man bezeichnet solche schematischen Handlungen, die an und für sich im Normalfalle wohl zweckvoll sind, von dem Tiere selbst aber augenscheinlich gar nicht verstanden werden, als Instinkte. Man bleibe sich aber darüber im klaren, daß das nur eine Bezeichnung und keine Erklärung der völlig ungeklärten Tatsache ist. Der Instinkt ist und bleibt eines der geheimnisvollsten und bis jetzt noch ungelösten Rätsel der Natur...Nur der Mensch lebt in einer Umwelt, in der stets ‘Verstand,’ ‘Überlegung’ und ‘Sich-Rechenschaft-Geben’ verlangt werden; das Tier kennt das nicht.”
Diese Ausführungen sollten uns zum Denken anregen. Wieso bestehen diese Unterschiede? Wenn der Mensch nur das höchst-entwickelte Tier ist, warum “kennt” er, was das Tier “nicht kennt”?
Der Artikel fährt fort: “Nur beim Menschen haben sich die geistigen Fähigkeiten verselbstständigt...” Doch wieso ist dies der Fall?
Theistische Evolution?
Hier versucht nun die Religion einzugreifen und das Unerklärbare geistlich zu erklären. Die Vorstellung, daß eine Evolution stattgefunden habe, wird akzeptiert. Doch sie wird “vergeistlicht”, d.h. angeblich habe Gott die Evolution gesteuert und zu gewissen Zeiten und bei gewissen Stadien der Entwicklung eingegriffen. Gott habe angeblich dem sich aus dem Affen entwickelnden Menschen geistige und geistliche Fähigkeiten verliehen, um ihn von dem Tier zu unterscheiden.
Doch dieser Versuch der Religion, eine “theistische” Evolution zu lehren, geht an dem Hauptproblem vorbei — der Tatsache nämlich, daß die Evolution wissenschaftlich überhaupt nicht bewiesen und beweisbar ist. Die theistische Evolutionslehre ist auch deshalb unverantwortlich, weil sie die klaren Lehren der Bibel ablehnt, ohne dafür irgendeinen theologischen oder wissenschaftlichen Grund zu haben.
Analytiker dieser Frage erkennen an, daß die Idee einer Evolution—auch einer von Gott gelenkten, “theistischen” Evolution—mit der biblischen Lehre im Widerspruch steht. Der o.a. Artikel in Brehm’s Tierleben zeigt dies deutlich:
Die P.M. Perspektive (“Das Wunder der Evolution”) gibt dem Recht. Sie schreibt auf den Seiten 22 und 52:
Es mag von daher hilfreich sein, uns mit dem biblischen Bericht von der Erschaffung allen Lebens näher zu befassen, um die gewaltige Diskrepanz zwischen den Aussagen der Bibel und den Ideen der Evolution—inklusive der theistischen Evolution—klar zu erfassen.
Biblische Schöpfungslehre
Anstatt den Beginn des Universums mit einem Urknall zu erklären, sagt uns die Bibel: “Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.” (1. Mose 1:1, rev. Elberfelder Bibel). Das Wort “Himmel” steht im Hebräischen in der Mehrzahl und beschreibt das gesamte Universum. Im Buch Jesaja finden wir folgende Ergänzung:
Das Neue Testament bestätigt diese alttestamentlichen Aussagen:
Wir lesen auch in einer weiteren Stelle:
Im Buch der Offenbarung wird gleichfalls erklärt, daß Gott alles ins Dasein rief: “Du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden.” (Offenbarung 4: 11, rev. Elberfelder Bibel).
Die Frage mag sich stellen, ob die Bibel nicht gleichwohl eine Erschaffung durch Evolution zuläßt. Mehrere Stellen sprechen dagegen:
Zunächst einmal lasen wir, daß Gott im Anfang die Himmel und die Erde aus dem physischen Nichts schuf, d.h. nicht aus einem hoch-konzentrierten energiehaltigen Nukleus, der dann explodierte. Das Universum und die Erde wurden zum gleichen Zeitpunkt erschaffen. Nichts wird darüber ausgesagt, wann dies geschah. Die Erschaffung der Himmel und der Erde mag laut Bibel vor Millionen oder Milliarden von Jahren geschehen sein. Sodann impliziert die Bibel, daß zu dem Zeitpunkt des “Anfangs” die Erschaffung vollendet war, sich also nicht über Milliarden von Jahren erstreckte.
Nicht als Öde erschaffen
Besonders im Hinblick auf die Erde lesen wir in Jesaja 45: 18 (rev. Elberfelder Bibel):
Im Buch Hiob wird uns gesagt, daß sich die Engel über den herrlichen Zustand der von Gott erschaffenen Erde freuten (Hiob 38: 4-7). Die Erde war zum Zeitpunkt ihrer Schöpfung nicht chaotisch und entwickelte sich nicht aus einem Zustand der Öde und Leere über Jahrmillionen zu einem Planeten, auf dem Leben möglich wurde. Vielmehr war die Erde in ihrem jungfräulichen Zustand vollkommen.
Die Erde wurde wüst und leer
Es ist richtig, daß uns die Bibel in 1. Mose 1: 2 sagt: “Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe.” Doch richtiger übersetzt sollte die Stelle lauten, wie in der Anmerkung der rev. Elberfelder Bibel wiedergegeben: “Und die Erde wurde wüst und leer.”
Die rev. Elberfelder Bibel steht mit dieser Auffassung
keineswegs alleine da. Die in
Eine amerikanische moderne Übersetzung, die New International Version, schreibt ebenfalls in einer Fußnote zu 1. Mose 1: 2, daß das Wort “war” möglicherweise auch mit “wurde” wiedergegeben werden kann. Sonst würde auch ein Zwiespalt zwischen 1. Mose 1: 2 und der o.a. Jesaja-Stelle (Jesaja 45: 18) bestehen, wo wir lasen, daß Gott die Erde nicht “als eine Öde” erschuf. Das hebräische Wort für “Öde” ist “tohu”, das gleiche Wort, das auch in 1. Mose 1: 2 gebraucht und dort üblicherweise mit “wüst” wiedergegeben wird .
Der Grund für die unterschiedlichen Übersetzungen in 1. Mose 1:2 liegt darin, daß das dort gebrauchte hebräische Wort “haya”[“und die Erde ‘war’ – “haya” – wüst und leer”] sowohl “war” als auch “wurde” bedeuten kann, je nach dem Zusammenhang. Die folgenden Stellen zeigen jedoch, daß “haya” dort nur, vom Sinn her, mit “wurde” oder “ward” wiederzugeben ist:
In 1. Mose 2: 7 lesen wir: “...da bildete Gott, der HERR, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde [Hebr.: “haya”] der Mensch eine lebendige Seele.” (rev. Elberfelder Bibel).
In 1. Mose
Eine interessante Stelle findet sich auch in 5. Mose 27: 9: “Am heutigen Tage bist du dem HERRN, deinem Gott, zum Volk geworden [Hebr.: “haya”—man könnte hier auch übersetzen: “am heutigen Tage wardst oder wurdest du Gott zum Volk.”] (rev. Elberfelder Bibel).
Schließlich noch eine Passage in 2. Samuel 7: 24: “...und du, HERR, bist ihr Gott geworden [Hebr.: “haya”] (rev. Lutherbibel)
Zahlreiche Theologen und Wissenschaftler haben die Auffassung vertreten, daß der in 1. Mose 1: 2 beschriebene Zustand der Öde und Wüste weitaus später erfolgte als die in 1. Mose 1:1 beschriebene Schöpfung der Erde, so daß also von daher das Wort “haya” in 1. Mose 1: 2 mit “wurde” wiederzugeben ist. Joseph Free, Professor für Archäologie und Geschichte, veröffentlichte im Jahre 1950 ein Buch mit dem Titel “Archäologie und biblische Geschichte.” Seitdem ist dieses Buch mehrere Male neu aufgelegt worden. Auf Seite 19 schreibt Professor Free:
Auf Seite 21 geht Professor Free auf eine interessante mögliche Parallelstelle im Buch Jeremia ein. Er schreibt:
Ereignisse, über die später noch die Rede sein wird, führten dazu, daß sich der ehemals vollkommene Zustand der Erde in eine Wüste und Öde verwandelte.
Doch bevor es zu dieser Verwüstung der
Erdoberfläche kam, lebten bereits Tiere auf der Erde. Den Menschen gab es allerdings noch nicht. Seine
Erschaffung wird in 1. Mose
Weder der Mensch noch die Tiere haben sich laut Bibel über Millionen von Jahren entwickelt. Vielmehr lesen wir, daß Gott Tiere “nach ihrer Art” erschuf—den Menschen jedoch schuf er nach dem Bilde Gottes. Tiere wurden nicht in der Weise erschaffen, daß aus einer Art eine andere Art entstehen könnte. Die Bibel gestattet keine “artübergreifenden Veränderungen” oder “Groß-” oder “Makromutationen”, die aber für die Evolutionstheorie unablässige Voraussetzungen sind. Die heutige Erfahrung lehrt uns ja auch, daß keine Großmutationen stattfinden—ein Vogel entwickelt sich nicht zu einem Säugetier, und ein Fisch entwickelt sich nicht zu einem Reptil. Vielmehr vermehren sich die Tiere “nach ihrer Art.” Kein Wissenschaftler ist in der Lage, aus einem Pferd einen Hund zu züchten—oder aus einem Hai ein Krokodil.
Und schließlich lehrt die Bibel deutlich, daß der Mensch nicht die höchste Stufe des Tierreichs ist, daß er nicht aus dem Tierreich hervorgegangen ist, sondern daß er direkt und unmittelbar von Gott zu “seinem Bilde” geschaffen wurde. Der Mensch ist laut Bibel ein über dem Tier stehendes Wesen, das seinen Ursprung nicht in einem Tier oder in einer Ursuppe hat, sondern in Gott, und das “über alle Tiere” herrschen soll.
Deutlich wird also, daß sich die
Evolutionslehre und der biblische Schöpfungsbericht gegenseitig ausschließen.
Man kann nicht an beides zugleich glauben. Darwins
Forschungen und Schlußfolgerungen hatten allerdings verheerende Auswirkungen
für ihn selbst und für seine Nachwelt. Es ist kein
Geheimnis, daß sich Adolf Hitler aufgrund der Lehren
Darwins Frau erkennt, wie es die P.M. Perspektive beschreibt,
daß ihn “die Forschung der Religion entfremdet...Sobald der Forscher über die
Auswirkungen seiner Erkenntnisse [die, wie gezeigt, lediglich theoretische
Überlegungen waren, ohne wissenschaftliche Beweise] grübelt, befallen ihn
Migräne und Depressionen. Kein Arzt kann sein häufiges
Unwohlsein erklären...Das Leiden wird chronisch. Nur vier Stunden am Tag kann
Die geistige Schranke
Kehren wir zur Frage der geistigen Unterschiede zwischen Tier und Mensch zurück. Wissenschaftlich können sie nicht erklärt werden. Doch daß sie existieren, ist nicht zu leugnen.
Der o.a. Artikel aus Brehm’s Tierleben beschreibt einen Versuch, “der zeigt, wie sich die geistigen Entwicklungslinien bei Menschen und Affen in frühester Kindheit nach anfänglicher Übereinstimmung sehr bald grundsätzlich unterscheiden.”
Zitiert wird aus der “Koralle” von 1932, Nr. 7:
Dies zeigt, daß es selbst bei den “intelligentesten” Tieren eine Schranke gibt, die das Tier nicht überschreiten kann. Doch was ist diese Schranke? Wir sahen bereits, daß diese Schranke nicht mit unterschiedlichen physichen Bestandteilen in Tier- und Menschenhirnen zu erklären ist. Die Gehirne der Tiere und der Menschen sind nicht so verschieden voneinander, daß sie die enorme geistige Trennmauer rechtfertigen könnten.
Richtig verstanden, ist diese Schranke ein klarer Beweis für die Unrichtigkeit der Evolutionslehre. Nach der Theorie des Zufalls dürfte es diese Schranke gar nicht geben.
Obwohl die Wissenschaft die Existenz dieser Schranke durchaus aufzuzeigen vermag, ist sie im Großen und Ganzen nicht in der Lage, klar zu sagen, was genau diese Schranke ist. Der Grund liegt darin, daß es sich bei dieser Schranke um einen nicht-physischen, d.h. geistigen Bestandteil im Gehirn des Menschen handelt, der Meßergebnissen nicht zugänglich ist.
Wissenschaft entdeckt den Geist im Menschen
Einige Wissenschaftler sind allerdings durchaus zu der Einsicht gelangt, daß es einen geistigen Bestandteil im Gehirn des Menschen geben muß. Der Neurologe Dr. Wilder Penfield z.B. ist wegen seiner Eingriffe an epileptischen Patienten bekannt geworden, die während der Operationen bei Bewußtsein blieben und somit ihre Eindrücke schildern konnten, wenn Teile ihres Gehirns durch eine Schwachstromelektrode stimuliert wurden. Dr. Penfield schrieb im Jahre 1976 ein Buch über seine Forschungsergebnisse mit dem Titel “Das Geheimnis des Geistes.” In dem Buch schockierte er die wissenschaftliche Welt mit der Aussage, daß es einen Geist im Gehirn des Menschen geben müsse. Er schrieb: “Ich komme immer mehr zu der Einsicht, daß der Geist etwas anderes ist als das Gehirn.” Er machte auch deutlich, daß bei seinen Experimenten “Geist und Gehirn” aufeinander treffen: “Ich kann diesen Vorgang nicht durch neurale Mechanismen erklären oder nachweisen.”
Christlicher Autor beschreibt den Geist im Menschen
Zur gleichen Zeit setzte sich auch ein christlicher Autor mit der Frage nach dem Unterschied zwischen Tier- und Menschenhirn auseinander. Herbert Armstrong veröffentlichte 1978 ein Buch mit dem Titel “Das unglaubliche Potential des Menschen”, in dem er auf den Seiten 81 und 82 folgendes schrieb:
Das umreißt den grundlegenden, radikalen Unterschied zwischen tierischem Hirn und Menschenverstand. Wie aber kommt dieser Unterschied zustande? Rein ‘technisch’ besteht zwischen hochentwickelten Tierhirnen und dem Menschenhirn kaum ein Unterschied. Ein Elefanten-, Wal- oder Delphinhirn ist größer, ein Schimpansengehirn nur wenig kleiner als das des Menschen. Qualitativ (nach Struktur, Beschaffenheit) mag das Menschenhirn geringfügig überlegen sein, aber auf jeden Fall nicht genug, um den Leistungsunterschied auch nur annähernd erklären zu können.
Was bewirkt also den gewaltigen Unterschied? Hinreichende Antwort kann die Naturwissenschaft nicht geben. Einige Wissenschaftler, die auf dem Gebiet der Gehirnforschung tätig sind, sind zu dem Schluß gekommen, im menschlichen Gehirn müsse es einen nichtphysischen Bestandteil geben, der im Tiergehirn fehle. Normalerweise freilich bestreitet die Wissenschaft das Vorhandensein nichtphysischer Dinge.
Welche andere Erklärung gibt es aber? Abgesehen von dem Argument, das menschliche Hirn sei ganz geringfügig besser entwickelt, hat die Wissenschaft keine Lösung anzubieten, denn sie schließt die Möglichkeit, Über-Physisches, Geistiges könne beteiligt sein, ja grundsätzlich aus.”
Herr Armstrong verweist sodann auf die biblische Lehre, die den Unterschied zwischen Tier und Mensch erklärt. Nach der Bibel hat jeder Mensch einen nicht-physischen Bestandteil im Gehirn, der “Geist im Menschen” genannt wird. Auf den Seiten 89 und 90 seines Buches macht Herr Armstrong folgende Ausführungen:
Biblische Lehre vom Geist im Menschen
Die meisten Menschen wissen so gut wie nichts über die Existenz dieses Geistes im Menschen. Selbst vielen religiösen Menschen ist unbekannt, daß die Bibel einen solchen Geist beschreibt, und wenn sie zufällig auf einschlägige Stellen stoßen, verwechseln sie den Geist im Menschen mit dem heiligen Geist Gottes oder mit der physischen, sterblichen Seele [Als Anmerkung sei erwähnt, daß die Bibel nirgendwo eine “unsterbliche” Seele lehrt. Vielmehr heißt es in Hesekiel 18: 4: “...die Seele, die sündigt, die soll sterben.” (Menge). Das Wort für “Seele” bezeichnet in der Bibel Menschen und Tiere gleichermaßen. In Offenbarung 16: 3 wird gesagt: “...alle lebenden Seelen im Meere starben.” (Menge)].
Da die biblische Lehre vom Geist im Menschen jedoch so bedeutsam und geradezu revolutionär ist, soll an dieser Stelle näher darauf eingegangen werden:
Im Buch Jesaja wird deutlich gemacht, daß jeder Mensch einen Geist in sich hat:
Ferner sagt die Bibel, daß Gott auf diesen Geist im Menschen einwirkt, wenn er den betreffenden Menschen zu einem bestimmten Tun oder Unterlassen inspirieren will. Wir lesen z.B. in 1.Chronik 5: 25-26 (rev. Lutherbibel):
Ein anderes Beispiel findet sich in 2. Chronik 21: 16-17 (rev. Lutherbibel):
Um sein Wort in Erfüllung gehen zu lassen,
Doch die Arbeit am zerstörten Tempel ging nur schleppend voran. Den Menschen fehlten enthusiastische Vorbilder, die sie anspornten. Der Prophet Haggai beschreibt, was nun geschah:
Laut Bibel gibt Gott diesen Geist in jeden Menschen zum Zeitpunkt seiner Menschwerdung:
Und Gott nimmt diesen Geist im Menschen wieder zu sich, wenn der Mensch stirbt:
Als Jesus am Kreuz starb, betete er: “‘Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände.’” (Lukas 23: 46, rev. Lutherbibel).
Gemäß biblischer Lehre kehrt der Geist im Menschen im Zeitpunkt des Todes zu Gott im Himmel zurück. Hebräer 12: 22-23 erklärt: “Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen tausend Engeln, und zu der Versammlung der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten...”
Ein toter Mensch ist tot
Wenn der Geist im Menschen zu Gott zurückkehrt, d.h., wenn er den Menschen verläßt, dann ist der Mensch tot.
Jakobus
Der Geist im Menschen ist also nicht “unsterblich”, d.h. er kann mit dem Menschen, der “Seele”, von Gott vernichtet werden. Die rev. Lutherbibel übersetzt Jesaja 57: 16 wie folgt: “Denn ich [Gott] will nicht immderdar hadern und nicht ewiglich zürnen; sonst würde ihr Geist vor mir verschmachten und der Lebensodem, den ich geschaffen habe.” Die rev. Elberfelder Bibel übersetzt “Lebensodem” mit “Menschenseelen.”
Wenn der Mensch stirbt und Gott den Menschengeist wieder zu sich nimmt, dann lebt der Geist auch nicht unabhängig vom Körper bewußt weiter—vielmehr wird er von Gott im Himmel aufbewahrt, bis er bei der Auferstehung von den Toten mit einem neuen geistigen oder physischen Körper vereint wird. Die Idee von der nach dem Tode weiterlebenden unsterblichen Seele ist ebenso biblisch verkehrt wie die Idee, daß der Geist im Menschen nach dem Tod des Menschen bewußt weiterlebe. Die Bibel lehrt vielmehr, daß die “Gesamtheit” eines toten Menschen ohne Bewußtsein ist:
Christus machte auch deutlich, daß tote Menschen nicht irgendwie bewußt weiterleben. Vielmehr müssen sie von den Toten zu neuem Leben auferweckt werden. Den Sadduzäern, die nicht an die Auferstehung glaubten, stellte er folgende Frage:
Christus wollte deutlich machen, daß Tote auferstehen. Hätten die verstorbenen Abraham, Isaak und Jakob zur Zeit Jesu in irgendeiner Form bewußt weitergelebt, und sei es auch nur durch ihren bewußt weiterlebenden, zu Gott zurückgekehrten Geist, dann hätte die Aussage Christi keinerlei Sinn gemacht. Die Sadduzäer wußten jedoch, daß ihre Vorfahren tot waren. Da sich Gott als Gott ihrer Vorfahren ausgibt, Gott aber nur ein Gott der Lebendigen ist, müssen diese Toten erneut zum Leben auferweckt werden. Ein vor der Auferstehung bewußtes Weiterleben Verstorbener ist mit dieser Aussage Christi unvereinbar, da Christus ja mit dieser Bemerkung die Auferstehung von den Toten beweisen wollte.
Die Funktion des menschlichen Geistes bei der Auferstehung
Der Geist hat zu Lebzeiten des Menschen alle Charakteristika sowie das Erscheinungsbild des Menschen aufgezeichnet, so daß der Auferweckte, in den erneut sein Geist gegeben wird, alle Erfahrungen seines früheren Lebens haben und auch so aussehen wird, wie er früher aussah.
In Hesekiel 37 wird eine physische
Auferstehung des Hauses
War der Mensch schon lange tot, ist sein Leib natürlich zu Staub verfallen. Der Geist im Menschen hat jedoch das Aussehen des Körpers gespeichert, und Gott gibt bei der physischen Auferstehung des Toten dessen Geist in einen neu geschaffenen physischen Körper. Es gibt sodann zumindest ein biblisches Beispiel, in dem ausdrücklich gezeigt wird, daß der Geist des Menschen, der den Toten gerade verlassen hatte, in den noch unverwesten physischen Körper des gerade verstorbenen Menschen zurückkehrt. Lesen wir Lukas 8: 49-55 in der rev. Lutherbibel:
Jesus vergleicht den Tod eines Menschen mit einem traumlosen Schlaf, aus dem der Mensch auferweckt werden wird. Und wie die Bibel eine physische Auferstehung von den Toten kennt, so kennt sie auch eine geistliche Auferstehung. Diejenigen, die von Christus bei seiner Wiederkehr als würdig befunden werden, werden an dieser geistlichen Auferstehung Anteil haben:
Doch wie im Falle einer physischen Auferstehung, wird auch die geistliche Auferstehung mittels des Geistes im Menschen bewerkstelligt. Gott gibt diesen Geist in den neu geschaffenen geistlichen Körper des Auferweckten.
Menschlicher Geist verleiht Verstand und Intelligenz
Es ist dieser Geist, der dem Menschen Verstand und Intelligenz verleiht, die ihn grundlegend vom Tier unterscheiden. Es mag erstaunen, aber die Bibel zeigt dies ganz deutlich:
Sodann heißt es in Hiob 32: 8, 18 (Menge Bibel): “Jedoch der Geist ist es in den Menschen und der Hauch (oder: Odem) des Allmächtigen, der ihnen Einsicht verleiht... Denn voll bin ich von Worten; der Geist drängt und beengt mich in meinem Innern, zu reden.”
In Psalm 77: 7 (rev. Elberfelder Bibel) lesen wir: “Ich sann nach des Nachts; in meinem Herzen überlegte ich, und es forschte mein Geist.”
Sprüche 20: 27 bestätigt die Funktion und Bedeutung des Geistes im Menschen:
Eine interessante Aussage, den Geist im Menschen betreffend, findet sich in Apostelgeschichte 17: 16:
Religiöse Menschen, die einige dieser Stellen kennen, befinden sich vielfach im Irrtum, wenn sie annehmen, mit dem Geist im Menschen sei der heilige Geist Gottes gemeint. Dies ist nicht der Fall—die Bibel unterscheidet eindeutig zwischen dem Geist im Menschen und dem Geist Gottes. Gott verleiht seinen Geist einem von ihm geistlich gezeugten Menschen, der bereits über einen menschlichen Geist verfügt. So liest man in Römer 8: 16:
Schlagen wir nun 1. Kor. 2: 11 und 14 auf:
Ist das Fehlen des heiligen Geistes Gottes in unserer physisch and materiell eingestellten evolutionshörigen Wissenschaft der Grund, warum die Wahrheit nicht erkannt oder begriffen wird, daß nämlich der Mensch einen Geist in sich hat, der ihm Intelligenz und Verstand verleiht? In jedem Fall beweist die Existenz dieses Geistes im Menschen die Unrichtigkeit der Evolutionstheorie Darwins, wonach sich der Mensch aus Zufall aus dem Tierreich emporentwickelt haben soll.
Ein Geist des Tieres?
Die Bibel lehrt also deutlich, was kürzlich einige Wissenschaftler erkannt haben: Jeder Mensch verfügt über einen Geist, der ihn von den Tieren unterscheidet. Ebenso lehrt die Bibel, daß ein von Gott geistlich gezeugter Mensch einen weiteren Geist erhält—den heiligen Geist Gottes. Doch fragen wir uns: Wie steht es mit den Tieren?
Denken wir an die Instinkthandlungen der Tiere, die der Wissenschaft nach wie vor ein Rätsel und die physisch unerklärbar sind. Und erinnern wir uns an den jungen Schimpansen, der, bis eine gewisse Schranke erreicht war, das Menschenkind Donald an geistigen Leistungen wie “Gedächtniskraft” oder “zusammenhängendem Denken” sogar überflügelte. Die Schranke war natürlich—wie wir jetzt wissen—der “Geist im Menschen.” Doch was befähigte das Schimpansenbaby zu solchen geistigen Leistungen, bis die Schranke erreicht war? Wir wissen auch, daß Tiere durchaus zu gewissen Lernleistungen, die mitunter (bis zu einem gewissen Grade, dem Erreichen der “Schranke”) selbstständiges Denken voraussetzen, fähig sind. Schimpansen, die in der Lage sind, Stäbe zusammenzuschrauben, um an eine Banane zu gelangen, beweisen dies ebenso wie Affen in freier Wildbahn, die zu Ästen greifen, um sich damit gegen einen Leoparden zu verteidigen. Wie sind solche Denkleistungen zu erklären?
Gott wird an vielen Stellen der Bibel wie folgt beschrieben:
Eine interessante Stelle findet sich im Buch Prediger. Salomo zeigt auf, daß, physisch gesehen, kein Unterschied zwischen Mensch und Tier besteht:
Doch dann stellt der Prediger eine interessante rhetorische Frage:
Wir sahen bereits, daß Salomo die Frage nach dem Geist des Menschen dahingehend beantwortete, daß dessen Geist bei seinem Tode zu Gott zurückkehrt, d.h. “nach oben steigt” (vgl. Pred. 12: 7). Die Frage nach dem “Geist des Viehs” wird weiterhin offen gelassen. Doch angedeutet wird, daß auch das Tier über einen Geist verfügt. Dies würde die wissenschaftlich unerklärbare Tatsache erklären, auf welche Weise Gott auf Tiere einwirken kann—sei es, um “instinktives”, vor-programmiertes Verhalten “ablaufen” zu lassen, oder sei es, um Tiere zu von spezifischen Situationen abhängige Handlungen zu motivieren (Vgl. für eine von Gott vorprogammierte Instinkthandlung Hiob 39: 27: “Fliegt der Adler auf deinen [Hiob’s] Befehl so hoch und baut sein Nest in die Höhe?” Vgl. für eine durch Gottes unmittelbare Einwirkung bewirkte Tierhandlung Jona 2: 11: “Und der HERR sprach zu dem Fisch, und der spie Jona aus ans Land.” Vgl. auch 1. Könige 17: 4, 6: “Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich [Gott] habe den Raben geboten, daß sie dich dort versorgen sollen...Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends.”)
All diese Überlegungen zeigen die völlige Unhaltbarkeit der lediglich auf den physichen Bereich abgestellten Theorie von der zufälligen Entwicklung der Lebewesen.
Wie alt ist der Mensch?
Ein Argument, das immer wieder gegen den Schöpfungsbericht der Bibel angewendet wird, ist, daß die Erde und viele Tiere älter als 6000 Jahre sind. Doch wie gezeigt, widerspricht dem die Bibel keineswegs. Dann wird jedoch ausgeführt, daß die Schöpfungsgeschichte auch deshalb nicht richtig sein kann, weil der moderne Mensch (Homo sapiens) 20,000 bis 40,000 Jahre alt sei, also weitaus älter als 6000 Jahre. Nun deutet die Bibel in der Tat an, daß der Mensch ungefähr vor 6000 Jahren erschaffen wurde. Doch wie ist dies möglich, wenn uns doch die Wissenschaft bewiesen hat, daß der Mensch viel älter ist?
Das Alter des Menschen nach der Bibel
Bevor wir auf die “Beweise” der Wissenschaft für das Alter des Menschen eingehen, schauen wir uns zunächst die biblischen Hinweise auf das Alter des Menschen an:
Wenn wir die Geschlechtsregister der Bibel untersuchen, stellen wir fest, daß Adam vor ungefähr 4000 Jahren erschaffen wurde. (Wir erinnern uns, daß Erzbischof James Usher dies Darwin vorhielt. Usher beging jedoch den Fehler, diese Daten auch auf die ursprüngliche Erschaffung der Erde zu beziehen).
Es ist interessant, daß Jesus Christus an die buchstäbliche Erschaffung von Adam und Eva glaubte und nicht mit solchen modernen Kritikern übereinstimmte, die den Schöpfungsbericht als eine pure Legende ansehen. Wir lesen in Matthäus 19: 4-6:
Im Parallelbericht von Markus 10: 6 wird “im Anfang” mit “von Beginn der Schöpfung” wiedergegeben. Damit ist aber nicht die Schöpfung der Erde und des Universums gemeint, sondern die Schöpfung des Menschen.
Ein weiterer Hinweis für das biblische Alter des Menschen findet sich in 2. Petrus 3: 8: “Eins aber sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, daß ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.”
Derselbe Gedanke, daß bei Gott ein Tag wie tausend Jahre ist, findet sich in dem von Mose verfaßten Psalm 90:4:
Interessant in diesem Zusammenhang ist die Aussage in 1. Mose 2: 17, wonach Adam “an dem Tage” sterben würde, an dem er vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen aß. Adam lebte noch 930 Jahre nach seiner Sünde, wie uns 1. Mose 5: 5 erklärt. Frühe Kommentatoren wie Methodius führen hierzu aus, daß in Gottes Augen ein Tag wie tausend Jahre ist. Adam starb während des ersten tausendjährigen Tages, d.h., er starb in Gottes Augen an dem Tag, an dem er von der verbotenen Frucht nahm.
Im Buch Hebrärer wird spezifisch der siebte Tag, der wöchentliche Sabbat, mit dem tausend-jährigen Millennium verglichen:
Paulus gebraucht in obiger Stelle den siebenten Tag der Woche, an dem der Christ ruhen soll (vgl. Hebr. 4: 9: “Es ist von daher die Pflicht des Volkes Gottes, den Sabbat [als Ruhetag] zu halten.” Lamsa Übersetzung), als ein Abbild oder Symbol für einen tausend-jährigen “Tag” der Ruhe, nämlich das tausendjährige Friedensreich Christi, das sog. Millennium (Offenbarung 20: 1-6). Wie der siebte Wochentag der göttlichen Ruhe sechs Tagen der göttlichen Arbeit folgt, so folgt auch der siebte eintausendjährige Tag der menschlichen Ruhe sechs eintausendjährigen Tagen menschlicher Aktivität.
Der Sieben-Tausend-Jahres-Plan
Dieses biblische Konzept eines siebentausend-Jahres-Planes wurde von den Juden und frühen Christen klar verstanden. Rabbi Elias schrieb im Jahre 200 v. Chr.:
Der berühmte Historiker Edward Gibbon schrieb in “Fall und Untergang des Römischen Reiches” auf Seite 403:
Die Enzyklopädia der Jüdischen Religion erklärt in dem Artikel “Millennium” auf Seite 263, daß diese Tradition [des Rabbi Elias und des Propheten Elia] bis auf Mose zurückverfolgt werden kann, der sie in Psalm 90 niederschrieb. Die Tannaim, d.h. die Rabbis zur Zeit Christi, behaupteten dem Artikel zufolge, daß die Welt 6000 Jahre bestehen würde, da es ja sechs Tage der Schöpfung gäbe. Der siebte “Welttag” würde 1000 Jahre der messianischen Herrschaft umfassen.
In dem apokalyptischen Brief des Barnabbas findet sich folgende Interpretation:
Der Kirchenvater Iräneus, der von Polycarp, einem Jünger des Apostels Johannes, gelehrt worden war, wendete sich in seinem späteren Leben von den apostolischen Lehren ab. Er behielt jedoch, wie man dies erwarten kann, Teile der Wahrheit bei. In seinem Werk “Gegen die Häretiker” schrieb er um 150 n.Chr. über folgende Vorstellung der frühen Kirche:
Andere Autoren, wie z.B. Rabbi Ketina, Lacantius, Victorinus, Hippotylus, Justin der Märtyrer und Methodius, berichten ebenfalls von der jüdischen und früh-christlichen Vorstellung, daß der Mensch, jenem Sieben-Tausend-Jahres-Plan zufolge, vor ungefähr 6000 Jahren erschaffen wurde.
Bischof Latimer schrieb in 1552:
In dem 1994 erschienenen Buch von Edward Chumney mit dem Titel “Die sieben Festzeiten des Messiah” wird ebenfalls mehrfach von der Erschaffung des Menschen vor 6000 Jahren und einem 7000-Jahres-Plan gesprochen.
Wir lesen z.B. auf Seite 147: “Seit Adam sind ungefähr 6000 Jahre und 120 Jubiläumsjahre vergangen.” Und auf den Seiten 190 und 194 heißt es: “Die sieben Jahre [aus 5. Mose 31:10] sind ein Abbild des 7000-Jahres-Planes Gottes...Das siebente Jahr ist das Erlaßjahr und ein Abbild des siebenten Tages des messianischen Zeitalters, des Millenniums...Gott schuf einen 7000-Jahres-Plan, um den Menschen und die Erde zu der Herrlichkeit und Majestät zurückzuführen, die sie im Garen Eden hatten.”
Widerlegt die Wissenschaft den biblischen Schöpfungsbericht?
Fragen wir uns also: Hat uns die Wissenschaft bewiesen, daß der moderne Mensch (Homo sapiens) weitaus älter ist als nur 6000 Jahre? Sind die Meßmethoden, die die Wissenschaft zur Altersbestimmung von Fossilien von Pflanzen, Tieren und Menschen gebraucht, verläßlich? Wie genau und akkurat sind sie?
Die Radio-Karbon Methode
Die gebräuchlichste Methode für die Altersbestimmung gefundener Knochen-Überreste ist die Radio-Karbon-Methode, auch C-14 Methode genannt. Sie beruht auf einem einfachen Prozeß:
Kosmische Strahlen aus dem Weltall bombardieren die äußere Erdatmosphäre mit gewaltiger Energie. Dabei entsteht Radio-Karbon oder radioaktiver Kohlenstoff (C 14). Wenn Pflanzen während der Photosynthese Karbondioxide absorbieren, nehmen sie damit automatisch auch C 14 zu sich. Danach werden Pflanzen von Tieren und Menschen verzehrt, so daß sich C 14 in den Tier- und Menschenkörpern ansammelt. Wenn ein Organismus stirbt, nimmt er kein weiteres C 14 zu sich. Vielmehr beginnt der Anteil von C 14, der sich in dem Körper angesammelt hat, zu zerfallen. Gemäß wissenschaftlichen Angaben, die nicht übereinstimmen, beträgt die Zerfallsrate, auch Halbwertszeit genannt, 5730 bzw. 5745 plus/minus 50 Jahre für die Hälfte des angesammelten C 14.
Während der nächsten 5730 (oder 5745 plus/minus 50) Jahre zerfällt dann eine weitere Hälfte des verbliebenen C 14, und dieser Prozeß dauert so lange an, bis alles Karbon 14 verschwunden ist. Von daher sind die Wissenschaftler, diesen Überlegungen zufolge, in der Lage, das Alter eines Organismus zu bestimmen, indem sie den verbliebenen Bestandteil des C 14 in dem Organismus messen.
Doch so einfach, wie sich dies anhört, ist es keineswegs.
Als Dr. Libby diese Methode in den späten vierziger Jahren dieses Jahrhunderts entwickelte, ging er von der unbewiesenen und unbeweisbaren Voraussetzung aus, daß Herstellung und Zerfall von C 14 immer mit der gleichen Geschwindigkeit stattgefunden haben.
Doch diese Voraussetzung ist wissenschaftlicher Beweisführung unzugänglich, da niemand weiß, ob die Geschwindigkeit der Herstellung und des Zerfalls von Karbon 14 in der Vergangenheit konstant war oder nicht. Vieles deutet darauf hin, daß sie nicht konstant war. Wir werden später noch die Tatsache behandeln, daß die Erde von mehreren aus dem All herrührenden Katastrophen erschüttert wurde. Kometen, Meteoriten und Asteoriten, die die Erde bombardierten, könnten die Produktions- und Zerfallsrate von C 14 aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Ebenso könnte die weltweite Sintflut, die sowohl in der Bibel als auch in nahezu allen Legenden der Völker Erwähnung findet, Einfluß auf die Geschwindigkeit der Radio-Karbon Produktion gehabt haben. Manche Wissenschaftler nehmen an, daß die Erde einst von einem Schild aus Wasserdampf umgeben war. Dies wird als die “Baldachin-Theorie” bezeichnet. Danach verhinderte dieser Schild, daß viele der kosmischen Strahlen die äußere Atmosphäre bombardieren konnten. Zur Zeit der Sintflut vor ungefähr 4000 Jahren sei dieser Schild verschwunden, doch nicht genügend Zeit sei seitdem vergangen, um ein Gleichgewicht zwischen Produktions- und Zerfallsgeschwindigkeit von Karbon 14 herzustellen.
In ihrem im Jahre 1979 erschienenen Buch “Die Arche Noah” gehen die Autoren Dave Balsiger und Charles E. Sellier näher auf die Probleme der Radio-Karbon Methode ein. Sie schreiben, angefangen auf Seite 250:
Balsiger und Sellier befassen sich sodann mit erwiesenen Ungenauigkeiten bei Ergebnissen der Radio-Karbon-Methode:
Im Jahre 1954 wies Melvin A. Cook, Professor für Metallurgie an der Universität Utah, auf größere Unstimmigkeiten bei Messungen hin. Er erklärte den Autoren Balsiger und Sellier in einem Interview in 1976:
Das zusammenfassende Urteil von Balsiger und Sellier über die Akkuratheit der Radio-Karbon-Methode ist niederschmetternd:
Die Kalium-Argon-Methode
Eine weitere Methode, der sich die Wissenschaft bedient, um das Alter der Fossilien zu bestimmen, ist die Kalium-Argon-Methode. Wie verläßlich ist sie? Ein Artikel aus der P.M. von Martin Tzschaschel mit dem Titel “Woher kommt das Menschliche in uns?” führt aus:
Die Sanidin-Kristalle
Seit kurzem versucht die Wissenschaft auch, an Hand eines komplizierten Mikroskops die Geschwindigkeit der Verwandlung des Kalium-Isotops 40 in Kristallen, den sog. Sanidin-Kristallen, nachzuvollziehen. Zu dieser Methode schreibt die P.M. Perspektive (“Das Wunder der Evolution”) auf den Seiten 70 und 71:
Die Stereolithographie-Methode
Laut P.M. Perspektive, a.a.O., ist die Methode, das Alter der Fossilien mit Hilfe der Stereolithographie bestimmen zu wollen, ebenfalls unzuverlässig: “Doch diese Methode hat eine Schwäche...Sie ist für unsere Fragestellungen viel zu ungenau. Die Strukturen sind zu grob für eine spätere wissenschaftliche Analyse...Paläontologen haben es meist mit sehr viel kleineren Objekten zu tun, und sie rechnen in Bruchteilen von Millimetern, wenn sie einen Knochen analysieren.”
Wir sehen also, daß keine der wissenschaftlichen Methoden zur Altersbestimmung von Fossilien absolute Sicherheit und Gewähr der Richtigkeit bieten. Einen wissenschaftlichen Beweis für das Alter des ersten Menschen kann es von daher nicht geben.
Dr. Gentry’s Entdeckungen
Eine weitere sensationelle Entdeckung des Wissenschaftlers Robert Gentry hat die Richtigkeit der gesamten konventionellen geologischen Altersbestimmung in Frage gestellt. In jahrzehntelanger Kleinarbeit wies Gentry nach, daß es “Radiohalos” oder “Strahlenhöfe” im Granit gibt. Diese Strahlenhöfe haben verschiedene Ringe, deren Größe von ihrem Alter abhängt. Daraus folgt, daß “die radioaktive Zerfallsrate einst anders war, als sie es heute ist” [womit erneut die Fragwürdigkeit der C-14 Methode herausgestellt wird]. (Dennis Grews, “Das Geheimnis in den Felsen”, Seite 11). Diese Ringe wurden durch Radioaktivität, aufgrund von Polonium-Isotopen, hergestellt. Alles deutet darauf hin, so Grews, “daß das Polonium im gleichen Zeitpunkt entstand wie der Granit selbst.” (Seite 18).
Aufgrund seiner Forschungen kam Dr. Gentry zu der Überzeugung, daß verschiedene geologische Formationen, die angeblich 10 Millionen Jahre voneinander entfernt sind, in Wahrheit zusammengehören. Gentry bezog sich im Besonderen hierbei auf die Trias-, Jura- und Eozän-Formationen. Da sich zwischen Jura und Eozän die Kreide- und Paläozän-Formationen befinden, würde dies bedeuten, daß diese fünf Formationen zeitlich zusammengehören.
Dennis Grews auf den Seiten 34 und 37:
Weitere wissenschaftliche Zweifel an geologischer Altersbestimmung
Andere Wissenschaftler haben ebenfalls begonnen, die Altersangaben der Fossilien und der Schichten, in denen sie gefunden wurden, zu hinterfragen. In der bereits erwähnten, von Charlton Heston moderierten Fernsehsendung “Der geheimnisvolle Ursprung des Menschen” wurde auch der Autor David Hatcher Childress interviewt. Er sagte der Fernsehaudienz folgendes:
Was wirklich geschah
Wenn es also keine Evolution gab, die für das Entstehen und Aussterben gewisser Tiere und Pflanzen verantwortlich ist, wie ist dann z.B. das Auftreten und Verschwinden der Dinosaurier zu erklären? Wie ist der biblische Schöpfungsbericht zu verstehen, der davon spricht, daß es “finster” auf der Tiefe war und daß Gott sodann das Licht schuf, wenn es sich hierbei lediglich um eine Erneuerung der Erdoberfläche gehandelt hat?
Wir werden uns im Folgenden mit diesen und anderen Fragen auseinandersetzen.
Weltweite Katastrophen
Die Wissenschaft hat die Wahrheit schon seit langen gewußt, hat sich aber für lange Zeit standhaft geweigert, sie zu publizieren. Auch heute stößt man noch hin und wieder auf unbegreiflichen Widerstand einiger Evolutionisten, wenn man die Fakten der Frühgeschichte unseres Planeten darlegt.
Die Tatsachen zeigen jedoch deutlich, daß die Erde verschiedentlich von weltweiten Katastrophen heimgesucht wurde.
Ohne auf die Richtigkeit der Altersangaben einzugehen, machen die folgenden Zitate von der P.M. Perspektive (“Das Wunder der Evolution”) hinreichend klar, daß diese Katastrophen das Aussterben von Gott erschaffener vorsintflutlicher Tiere herbeiführten. Wir lesen auf den Seiten 15, 17, 29 und 97:
Einen Hinweis auf eine plötzliche Katastrophe, die die Fossilienbildung von Flugsauriern zur Folge hatte, fand sich in einem 1994 publizierten Artikel des wissenschaftlichen amerikanischen Magazins Discover:
Eine Frage, die sich unmittelbar stellt, ist natürlich, wieso Flugsaurier in den Wassern einer Lagune starben, es sei denn, das dies durch eine plötzliche Katastrophe bewirkt wurde.
Verheerende Meteoriten, Asteoriten und Kometen
In einer Fernsehsendung der BBC von 1994 aus der Reihe NOVA mit dem Titel “Der Doomsday-Asteorit” wurde klargestellt, daß im Jahre 1908 ein Meteorit in Sibirien einschlug und dabei eine Energie freisetzte, die die Hiroshima-Atombombe Hunderte von Malen übertraf. Falls dieser Meteorit in New York eingeschlagen hätte, wären eine halbe Million Menschen umgekommen. Die Sendung führte weiter aus, daß sowohl alte Mythen als auch die moderne Geologie darauf hinweisen, daß in der Vergangenheit große Objekte die Erde getroffen und dabei gewaltige Schäden angerichtet haben. Wörtlich hieß es:
Diese Idee ging auf Huxley zurück. Danach schlossen sich Wissenschaft und Katastrophen gegenseitig aus. Bis zum 20. Jahrhundert hatten Katastrophen, so die NOVA-Sendung, keinen Raum in der Wissenschaft.
Doch dann zeigte der Geologe Gene Schoemaker, daß ein riesiger Krater in Arizona, der einen Durchmesser von mehreren Meilen hat, durch den Aufschlag eines Meteoriten enstanden ist. Meine Frau und ich haben diesen Krater kürzlich besichtigt. Er ist in der Tat spektakulär. Mittlerweile hat man zumindest 200 Krater auf der Erde identifiziert, die durch Meteoriteneinschläge entstanden.
Die Autoren Balsiger und Sellier beschreiben in ihrem Buch “Die Arche Noah” auf den Seiten 92 und 93 einige dieser Meteoriteneinschläge:
Wie gesagt, lehnte die Wissenschaft lange Zeit die Existenz von durch Meteoriten hervorgerufenen Katastrophen ab. Dann machten die Geologen Louis und Walter Alvarez in den 60er Jahren eine sensationelle Entdeckung. Sie fanden eine Schicht, die Metalle enthielt, die auf der Erde ausgesprochen selten vorkommen, jedoch sehr häufig in Asteoriten anzutreffen sind. Diese Schicht befand sich zwischen Dinosauriern und Säugetieren. Die Idee war naheliegend, daß ein Asteorit für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich war.
Doch die etablierte Wissenschaft war über diesen Gedanken empört. In der NOVA-Sendung führte Schoemaker aus: