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Editorial
von Brian Gale
Niemals aufgeben!
Lance Armstrong, der wohl bekannteste Radsportler Amerikas, litt
in den 90er-Jahren an Krebs und besiegte diese Krankheit. Nach
seiner Genesung machte er eine einfache, aber sehr treffende Bemerkung,
als er sagte, dass "Schmerzen nur vorübergehend bestehen,
das Aufgeben dagegen für immer währt."
Fasst dieses Zitat nicht das zutreffend zusammen, was wir in
der Kirche Gottes um jeden Preis verhindern müssen? Aufgeben
währt für immer, besonders für einen Christen.
Dabei ist nicht von Dingen die Rede, von denen wir ohnehin ablassen
müssen. In Galater 5,19-21 finden sich "die Werke des
Fleisches" klar aufgelistet, welche in unserem christlichen
Leben absolut keinen Raum einnehmen dürfen. Wenn wir unsere
falsche Lebensweise erkennen und bereuen, müssen wir in diesem
Bereich sehr wohl Fortschritte erzielen. Selbst nach der Reue
und Bekehrung oder "Umkehr" müssen wir uns stets
weiterhin bemühen, die "Werke des Fleisches" zu
überwinden.
Wir reden hier von dem Verwerfen der göttlichen Lebensweise,
zu der wir berufen worden sind. Die christliche Lebensart ist
für jetzt und für allezeit -- und wenn wir diesen Weg
auf Dauer verlassen, haben wir in Wahrheit für immer aufgegeben.
Wir können alle, von Zeit zu Zeit, entmutigt werden. Aber
nicht nur wir allein tragen diese Last. Moses, Elia und Hiob,
um nur einige zu nennen, sind Musterbeispiele des Alten Testaments,
welche durch harte Zeiten zeitweiliger Hoffnungslosigkeit gingen.
Im Neuen Testament gibt es ein bedeutendes Beispiel der Entmutigung
-- wenn auch nur auf temporärer Basis. Als Jesus gefangen
genommen wurde, "verließen ihn alle Jünger und
flohen" (Matthäus 26,56). Nicht nur einige der Jünger
flohen, sondern alle verließen ihn. Sie mussten massiv eingeschüchtert
worden sein, doch die Schrift zeigt uns, dass dieser Zustand lediglich
zeitweilig anhielt und die Jünger nicht endgültig aufgaben.
Da gab es jedoch auch solche, die definitiv aufgaben -- ob diese
Leute den Weg Gottes jemals richtig verstanden haben, das wissen
wir nicht (nur Gott weiß dies). Nach dreieinhalb Jahren
des Predigens vom Königreich Gottes, des Heilens vieler kranker
Menschen und des Vollbringens zahlreicher Wunder, gab es solche
Jünger Christi, die Christus den Rücken kehrten. Hierzu
berichtet Johannes 6,66, dass "[v]on da an [...] sich viele
seiner Jünger ab[wandten] und [...] nicht mehr mit ihm [gingen]."
Hier lässt sich deutlich die Resignation dieser Jünger
herauslesen. Viele von ihnen müssen wohl in ihre Häuser
und zu ihren Familien zurückgekehrt sein und ihre alte Arbeit
wieder aufgenommen haben -- obwohl sie all das einst verließen,
um Christus nachzufolgen.
Auf viele solcher Fälle trifft zweifellos 1. Johannes 2,19
zu: "Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von
uns. Denn wenn sie von uns gewesen wären, so wären sie
ja bei uns geblieben; aber es sollte offenbar werden, daß
sie nicht alle von uns sind."
Wir haben die großartigste Berufung in der Welt erhalten.
Eine Kapitulation darf nie unser Denken beeinflussen, ohne Rücksicht
auf die Umstände, in denen wir uns befinden. Matthäus
24,13 verrät uns, warum wir diesen Kurs halten müssen.
Diese Stelle ist eine sinngemäße Wiederholung dessen,
was in Matthäus 10,22 zum Ausdruck kommt. Klar wird uns gesagt:
"...wer bis ans Ende beharrt, der wird selig werden."
Wir müssen geduldig aushalten, weitermachen, nach vorn blicken
-- und wir dürfen nicht kapitulieren. Wir haben jetzt unsere
Gelegenheit auf Erlösung erhalten -- auf das Heil -- auf
das ewige Leben.
Während Lance Armstrong von Anstrengungen in diesem Leben
sprach, ist seine Aussage eine richtige Beschreibung der Situation,
in der wir -- als die Mitglieder der Kirche Gottes -- uns befinden.
Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass Schmerzen zeitweilig
sind und nur "vorübergehend bestehen", ein vollständiges
Aufgeben aber tatsächlich "für immer währt".
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