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Editorial
Von Dave Harris

Güte und Barmherzigkeit?

In den letzten Zeiten, dem Ende dieses Zeitalters, werden "einige von dem Glauben abfallen [...] und verführerischen Geistern und teuflischen Lehren anhängen" (1. Timotheus 4,1). In Vers 2 warnt Paulus vor den Konsequenzen solcher Glaubensbekenntnisse, die viele Menschen dazu verleiten, "ein Brandmal in ihrem Gewissen [zu] haben."

Für jene, die aufgerufen sind, ihr Leben nach Gottes Gesetzen zu führen, lehrte Paulus: "So sage ich nun und bezeuge in dem Herrn, daß ihr nicht mehr leben dürft, wie die Heiden leben in der Nichtigkeit ihres Sinnes. Ihr Verstand ist verfinstert, und sie sind entfremdet dem Leben, das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, die in ihnen ist, und durch die Verstockung ihres Herzens. Sie sind abgestumpft und haben sich der Ausschweifung ergeben, um allerlei unreine Dinge zu treiben in Habgier" (Epheser 4,17-19).

In den nächsten Versen finden wir eine instruktive Unterweisung, aber auch das apodiktische Idealbeispiel für alle Christen aller Generationen: "Ihr aber habt Christus nicht so kennengelernt; ihr habt doch von ihm gehört und seid in ihm unterwiesen, wie es Wahrheit in Jesus ist" (Epheser 4,20.21).

Haben wir ein "Brandmal" in unserem Gewissen, und sind wir dem Leben "entfremdet"?

Wenn wir nicht immer wachsam sind und gottesfürchtig bleiben, ist es sehr leicht, dieser Welt zu verfallen. Christen sollen anders sein. Unser Lebensideal ist in dem Vorbild zusammengefasst, das Jesus Christus hinterließ: "Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht" (Philipper 2,5).

Obgleich Jesus mit Ablehnung und gewaltsamem Hass konfrontiert war, empfand er doch Erbarmen für das ihn verwerfende Volk (vergleiche Markus 8,2). Eine Reaktion auf seine Widersacher, die ihn zu Tode marterten, können wir in Lukas 23,34 nachlesen: "Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen: denn sie wissen nicht, was sie tun!"

David sprach folgendermaßen von Gott: "Du aber, Herr, Gott, bist barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Güte und Treue" (Psalm 86,15). Auch Jakobus sagt uns: "...der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer" (Jakobus 5,11).

Jene von uns, die entweder schon Geist-gezeugte Kinder Gottes sind oder als Gottes zukünftige Kinder berufen sind, muessen sanftmütig und gnädig sein, voller Barmherzigkeit, die Liebe Gottes ausströmend. Wenn wir diese Dinge verstehen, muessen wir ueber das blosse theoretische Wissen hinausgehen und der Wahrheit gemaess leben.

Erinnern wir uns an die motivierenden und inspirierenden Worte Paulus’, einer der Apostel Jesu: "Seid aber untereinander freundlich und herzlich und vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus" (Epheser 4,32).

Es ist sicherlich ein empfehlenswerter Rat, alles mit Erbarmen und herzlicher Güte zu handhaben. Jeder von uns sollte über sein Tun nachdenken und sich dann dazu entschließen, einen Gott wohlgefälligen Weg einzuschlagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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