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Die Wirkung des Krieges

Die ABC News strahlten am 7. Mai 2004 einen tiefen Einblick gewährenden Bericht über die entsetzlichen Auswirkungen eines Krieges aus. Die in der Reportage dargelegten Tatsachen sollten einen wahren Christen hinreichend davon überzeugen, weder in Kriegen noch an kriegsvorbereitenden Maßnahmen mitzuwirken. Die Berichterstattung erläuterte:

"Die Besonderheiten der Vorfälle des Abu Ghraib Gefängnisses im Irak bleiben ungeklärt. Doch die Antwort darauf scheint für von ABC konsultierten Experten, die sich auf Kriegspsychologie spezialisieren, offensichtlich zu sein -- solches Verhalten sei in Kriegszeiten nicht ungewöhnlich, da das Potential zur Misshandlung anderer Menschen in jedem von uns liege. 'Im Krieg passieren oft Dinge aus dem Affekt, sie resultieren aus Erschöpfung oder Enttäuschung -- ein Kamerad wurde getötet, eine Einheit wurde verletzt’, erläutert Samuel Watson, ein ehemaliger Infanterieoffizier im Vietnam-Krieg, der nun Dozent des öffentlichen Gesundheitswesens an der Universität zu Pittsburgh ist... Dr. Carlyle Chan, Professor der Psychiatrie der Medizinischen Hochschule zu Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin, sagt, Misshandlungen von Gefangenen, welche bei Soldaten eine seelische Erschütterung hervorrufen können, seien üblicher als wir glauben." Der Artikel hinterfragte weiter: "Was treibt Soldaten dazu, in Kriegszeiten Menschen zu misshandeln? Der Schlüssel zur Antwort, so glauben jene Experten, liegt in der sogenannten 'militärischen Kultur', der Soldaten verschrieben sind.

Im Krieg 'wird der Feind nicht als ein gleichwertiger Mensch angesehen, vielmehr als eine verabscheuungswürde, unzivilisierte Bestie, die nur zerstörerische Absichten verfolgt', meint Rona M. Fields, Direktorin kognitiver Wissenschaften am Center for Advanced Defense Studies der George Washington Universität, D. C. Diese Depersonalisation, erklärt Evans, ist eine psychologische Schutzmaßnahme gegen die schrecklichen Erlebnisse, die einem Soldaten widerfahren. Wird der Feind einmal als minderwertig betrachtet, so fällt es leicht, ihn entsprechend zu behandeln.

Ein weiterer Ansporn amerikanischer Soldaten für das Misshandeln irakischer Gefangener könnte möglicherweise schlicht und einfach die Vergeltung sein, vermutet Dr. Paul Ragan, ein Psychiater der Navy während des Desert Storm und nun Professor der Psychiatrie der Vanderbilt Universität in Nashville, Tennessee. 'Das emotionale Zentrum des Gehirns, das Limbische System, will zurückschlagen...'"

ABC News fragte weiter: "Was, wenn Befehlshaber zu einem gegenüber anderen Menschen abfälligen Verhalten auffordern? Sind normale Menschen in der Lage, niederträchtige Befehle zu befolgen?"

Aufgrund der tragischen Menschheitsgeschichte kann die Frage nur bejaht werden. Nazis, welche in Konzentrationslagern arbeiteten, verteidigten ihre brutalen Folterungen und Morde mit diesen Worten: "Ich habe nur Befehle ausgeführt." ABC News zitiert hierzu einen weiteren Experten: "Normale Menschen tun einfach ihre Arbeit, ohne jegliche Bedenken, so können diese Leute besonders leicht in einen zerstörerischen Prozess verwickelt werden... Das ist sogar dann der Fall, wenn jene zerstörerische Absicht deutlich erkannt wird und die Taten dennoch aufgrund eines Befehls ausgeführt werden, der grundlegende, moralische Werte verletzt."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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