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FRAGEN & ANTWORTEN

Frage:

Worin liegt der Unterschied in den Aufzeichnungen in Matthäus 1 und Lukas 3 bezüglich der Genealogie Jesu? Welcher Nationalität war Jesus Christus?

Antwort:

Diese Textstellen in den Evangelien nach Matthäus und Lukas beschreiben zwei verschiedene Abstammungen Jesu Chirsti. Matthäus berichtet von der legitimen Abstammung Jesu durch seinen Stiefvater Josef. Lukas dagegen bezieht sich auf Jesu Abstammung von Maria.

In Matthäus 1,16 heißt es: "Jakob zeugte Josef, den Mann der Maria, von der geboren ist Jesus, der da heißt Christus." Diese Stelle zeigt uns, dass Matthäus die Abstammung Jesu durch Josef bekräftigt.

Eine genaue Betrachtung der Textstelle in Lukas 3,23 schließt darauf, dass Lukas die Blutsverwandtschaft Christi betont. Die Übersetzung der revidierten Luther-Bibel ist irreführend, da sie den Eindruck verleiht, dass Josef der Vater von Eli sei. Josef war jedoch nicht der Sohn Elis, sondern Jakobs, wie Matthäus 1,16 verdeutlicht.

Lukas stellt Christi Abstammung von seiner Mutter Maria dar, jedoch nicht von seinem Stiefvater Josef. Genau übersetzt, sollte Lukas 3,23 lauten:

"Und Jesus war, als er auftrat, etwa dreißig Jahre alt (und wurde gehalten für einen Sohn Josefs), der war ein Sohn Elis." Die Worte "und wurde gehalten für einen Sohn Josefs" sollten in Klammern gesetzt werden.

Das Wort "Sohn" in "Sohn Elis" existiert in der originalen griechischen Textfassung nicht. Jesus, der für einen Sohn Josefs gehalten wurde, war durch Maria ein Enkel Elis, denn Eli war Marias Vater.

Weil die Wahrheit von der himmlischen Empfängnis Marias durch den Heiligen Geist nicht akzeptiert wurde, betrachtete man Christus als den Sohn Josefs (vgl. Lukas 4,22; Johannes 6,41.42).

Halleys Bibelhandbuch schreibt ueber Christi Abstammung:

"Die allgemein anerkannte Sicht ist, dass Matthäus Christi Abstammung von Joseph beschreibt, was zeigt, dass Jesus der wahre Erbe des Versprechens an Abraham und David ist, und dass Lukas Christi Abstammung von Maria darlegt, Jesu leibliche Herkunft, 'der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch’ (Römer 1,3)."

Die Nelson Studien-Bibel bekräftigt: "Matthäus eroertert die legitime Abstammung von David über Josef zu Jesus, während Lukas die physische Herkunft von David über Maria zu Jesus darlegt."

Da Christus ein physischer Nachkomme Davids, über Maria, war, war er vom Stamm Judas’ -- also ein Jude. Dies bestätigen viele biblische Schriften.

In Hebräer 7,14 lesen wir: "Denn es ist ja offenbar, daß unser Herr aus Juda hervorgegangen ist."

In der Offenbarung 5,5 ist er als "der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids" bezeichnet.

Jesus sah wie ein gewöhnlicher Jude aus, so gewöhnlich, dass Judas ihn den Soldaten, die ihn verhaften wollten, identifizieren musste (siehe Matthäus 26,47-50).

Über seine Mutter Maria war er ein Nachkomme Judas’, ein Sohn Jakobs (siehe Lukas 3,33.34). Judas brachte einen Sohn namens Perez hervor, dessen Nachkomme David war (vgl. Lukas 3,33.31). Maria war ein Nachkomme Davids und Davids Sohn Nathan (Vers 31). Sie war auch eine Verwandte von Elisabeth, einer Tochter Aarons (vgl. Lukas 1,5), einem Nachfahren Levis (Exodus 4,14).

Jesus war eindeutig ein Jude. Er gehörte der jüdischen Gemeinschaft an. Er bestätigte, dass er "der König der Juden" ist (Matthäus 27,11). Nicht nur Pilatus sah ihn als solchen an, sondern auch das jüdische Volk (vgl. Markus 15,9.12). Pilatus bekräftigte, dass Jesus dem jüdischen Volk angehörte, als er sagte: "Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir überantwortet" (Johannes 18,35).

Durch Maria war Jesus ein Jude, sowohl nach Rasse als auch nach Nationalitaet. Jesus war auch ein Jude nach dem Gesetz. Sein rechtmäßiger Stiefvater war Josef, ein Sohn Davids (siehe Matthäus 1,20). Josef war in Bethlehem geboren, einer Stadt des juedischen Reiches (vgl. Lukas 2,4).

Wie wir tragischerweise in Johannes 1,11 lesen können: "Die Seinen nahmen ihn nicht auf." Selbst heutzutage lehnen viele Juden Christus ab. Doch die Zeit wird kommen, wenn sie Christus als ihren Messias anerkennen werden. Für die meisten Juden ist das aber noch Zukunft, doch dies sagte Jesus bereits voraus. Kurz vor seinem Tod rief er aus:

"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt! Siehe, 'euer Haus soll euch wüst gelassen werden’ [Jeremia 22,5; Psalm 69,26]. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: 'Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!’" (Matthäus 23,37-39).

Gottes Kirche ist dazu aufgerufen, auch dem jüdischen Volk die baldige Rückkehr auch ihres Gottes, ihres Herrn und ihres Königs Jesus Christus anzukündigen (siehe Jesaja 40,9).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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