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FRAGEN & ANTWORTEN
Frage:
Was wird das Zeichen für die Rückkehr Christi sein?
Antwort:
In Matthäus 24,3 wird Christus von seinen Jüngern drei
Fragen gestellt: "Sage uns, wann wird das geschehen? Und
was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das
Ende der Welt?"
Kurz zuvor sprach Jesus von der Zerstörung des Tempels in
Jerusalem (vgl. Verse 1 und 2). Seine Jünger wollten mehr
über die Vernichtung dieses Tempels erfahren und waren fest
davon überzeugt, dass jenes Ereignis mit seiner prophezeiten
Rückkehr koinzidieren würde. Doch wie sich später
herausstellte, wurde der Tempel im Jahre 70 nach Christus zerstört
und Jesus wuerde lange Zeit nicht zurückkehren. Er erklärte,
dass sich vor seiner Wiederkehr zuerst noch zahlreiche bedeutungsvolle
Geschehnisse ereignen müssten.
Seine Jünger fragten weiter: "Sage uns, wann wird das
geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das alles vollendet
werden soll?" (Markus 13,4)
Für diese Textstellen sowohl in Matthäus als auch in
Markus gilt die Angabe von Christus, dass vor seiner Wiederkehr
und dem Ende dieses Zeitalters sein Evangelium in aller Welt allen
Nationen zum Zeugnis gepredigt werden muss, denn in Matthäus
24,14 sagte er: "Und es wird gepredigt werden dies Evangelium
vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker,
und dann wird das Ende kommen." Auch in Markus 13,10 heißt
es: "Und das Evangelium muß zuvor gepredigt werden
unter allen Völkern."
Die Predigt des Evangeliums vom Reich Gottes in der ganzen Welt
als ein Zeichen für das Kommen Christi zeigt uns, dass eben
jenes Evangelium eine lange Zeit nicht gepredigt wurde. Natürlich
wurde "ein" Evangelium über Christus gelehrt, aber
nicht das Evangelium CHRISTI über das Reich Gottes.
Wie schon erwähnt, fragten die Jünger nach dem Erkennungszeichen
seines Kommens. "Zeichen" ist eine Uebersetzung aus
dem Griechischen -- "semeion" -- was sowohl "Signal"
(Young's Analytische Bibelkonkordanz) als auch "Hinweis"
(W. E. Vine, neutestamentliches Wörterbuch) bedeutet. Dieses
griechische Wort beinhaltet ebenfalls die Bedeutung von "Wunder"
(Strong's Bibelkonkordanz).
Den ungläubigen Menschen seiner Zeit (von Christus als ein
"böses und abtrünniges Geschlecht" [Matthäus
16,4] betitelt) wurde beispielsweise nur "das Zeichen des
Jona" (Matthäus 16,4) zum Beweis gegeben, dass Christus
der Messias war. "Denn wie Jona ein Zeichen war für
die Leute von Ninive" (Lukas 11,30), volle drei Tage und
drei Nächte im Bauch des Seeungeheuers zu sein, so wuerde
auch Christi Tod von drei Tagen und drei Nächten, demnach
72 Stunden, in seinem Grab ein Zeichen für die Juden sein
(vgl. Matthäus 12,39.40). Das orthodoxe Christentum hat diesen
einzigen Beweis von Christus an die Juden leider verworfen. Viele
bekennende Christen behaupten fälschlicherweise, Christus
sei lediglich vom Freitagabend bis zum Sonntagmorgen im Grab gewesen,
offensichtlich weniger als 72 Stunden. Dadurch lehnen sie Jesus
Christus ab, den einzigen Namen, durch den die Menschen gerettet
werden können (vgl. Apostelgeschichte 4,12). Eine detaillierte
Auseinandersetzung dieses Themas bietet unser Artikel der Rubrik
"Fragen & Antworten" - "Das Zeichen des Propheten
Jona".
Überdies wurde den Hirten auf dem Felde durch einen gesandten
Engel ein Zeichen für die Geburt Christi gegeben, dass sie
ein "Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen[d]"
(Lukas 2,12) finden werden.
All diese Zeichen sollten dem Volk zur Zeit Christi den Beweis
der Geburt des langerwarteten Messias' erbringen. Auch die Tatsache,
dass das Evangelium des Reichs Gottes in aller Welt, sei es mittels
der Printmedien oder des Internets, gepredigt wird, ist ein ZEICHEN
für jene mit dem richtigen Verständnis (vgl. Daniel
12,10) für die nahe bevorstehende Rückkehr Christi.
Es ist ein unbestreitbares Faktum, dass dieses wahre Evangelium
während der Lebzeit von Herbert W. Armstrong gepredigt wurde.
Es ist ebenso eine unbestrittene Tatsache, dass Herr Armstrong
1986 gestorben und Christus noch nicht zurückgekehrt ist.
Dies bedeutet, dass die Kirche Gottes die fortwährende Verpflichtung
hat, das Evangelium in aller Welt zu predigen. Christus stellte
zudem eindeutig klar, dass das Evangelium noch zur Zeit seiner
Rückkehr gepredigt wird. Er versprach seinen Jüngern
in Matthäus 28,19.20, dass er bei ihnen sein würde "alle
Tage bis an der Welt Ende", während sie "zu Jüngern
alle Völker" machen wuerden (So ist das Predigen des
Evangeliums in der ganzen Welt durch Gottes Kirche eine logische
Folgerung, ebenso im Hinblick auf Römer 10,14.15). Christus
versicherte auch, dass jene, welche das Evangelium Gottes verkündigen,
bei seiner Rückkehr damit noch nicht zu Ende gekommen sein
wuerden, selbst in "den Städten Israels" (Matthäus
10,23) nicht.
Christus sagte seinen Dienern, dass sie nicht nutzlos handeln
sollen. Wichtig ist, dass sie Gottes Arbeit verrichten, wenn Christus
zurückkehrt (Matthäus 24,46). Wenn sie sich weigern
sollten, das Evangelium zu lehren und wenn sie fälschlicherweise
glauben sollten, ihre Arbeit sei getan, würden sie dafür
von Christus verantwortlich gemacht werden. Heutzutage meinen
einige, ihr Geld für Flugtickets sparen zu muessen, um im
Notfall an einen sicheren Ort fliegen zu können. Mit solch
einer egoistisch-egozentrischen Einstellung werden solche Menschen
nicht als würdig erachtet werden, an einen sicheren Ort zu
flüchten (vgl. Lukas 21,36).
Zusätzlich zu dem Zeichen der weltweiten Predigt des wahren
Evangeliums, sprach Christus auch von großen Zeichen am
Himmel (vgl. Lukas 21,11). Dies bezieht sich auf die "himmlischen
Zeichen" in Offenbarung 6,12-17, gefolgt von der großen
Truebsal oder Bedraengnis und dem Tag des Herrn, welcher ein Jahr
vor der Rückkehr Christi beginnen wird. Die große Truebsal,
wovon in vielen Passagen in der Bibel die Rede ist, beschreibt
eine nationale Gefangenschaft der Völker Israels und Judas
(sowohl des Commonwealths und der USA, als auch des jüdischen
Volkes), und das Martyrium vieler Heiliger (vgl. Offenbarung 6,9-11).
Christus erwähnte, dass zu dieser Zeit "Zeichen geschehen
[werden] an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den
Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen
und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht
und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze
Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen"
(Lukas 21,25.26). Beachten Sie den Zusammenhang dieser Ereignisse:
"Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in
einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber
dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure
Häupter, weil sich eure Erlösung naht" (Verse 27.28).
Wir erkennen in den "himmlischen Zeichen" eine Andeutung
auf die Immanenz der Rückkehr Christi und den Beginn des
Tages des Herrn -- Gottes Herrschaft über die Menschheit.
Christus führte in Matthäus 24,29.30 aus:
"Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Zeit wird
die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren,
und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der
Himmel werden ins Wanken kommen. Und dann wird erscheinen das
Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen
alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn
kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit."
Wenn sich dieses Zeichen von den "himmlischen Zeichen"
unterscheidet, was ist es dann? Offenbarung 15,1 kann möglicherweise
zur Antwort führen: "Und ich sah ein andres Zeichen
am Himmel, das war groß und wunderbar." Dieses Zeichen
leitet die letzten sieben Plagen ein, nachdem der Tag des Herrn
begonnen hat, die den Zorn Gottes vollenden. Einige dieser Plagen
werden unmittelbar nach der Rückkehr Christi ausgegossen
werden. Dennoch lässt die Bibel nicht genau verlauten, was
"das Zeichen des Menschensohns" (Matthäus 24,30)
sein wird. Einige sagen, dass es sich auf das Erscheinen Christi
am Himmel bezieht. Der Broadman Bible Commentary schreibt: "Das
Zeichen des Menschensohns ist von unbekannter Bedeutung, obwohl
es mehr auf Christus gemünzt ist als auf astronomische Zeichen.
Der griechische Genitiv erlaubt den Gedanken, dass der Menschensohn
selbst das Zeichen ist, d.h., 'das Zeichen, das der Menschensohn
ist.'"
Wenn dem so wäre, würde es die Art seiner Rückkehr
belegen, nämlich klar sichtbar und nicht im Geheimen (siehe
Diskussion unten). Andererseits kann dieses Zeichen des Menschensohns
nicht die Antwort auf die Frage der Jünger sein, was denn
das Zeichen seines Kommens und des Endes dieses Zeitalters sein
würde. Christus behauptete niemals, dass seine Rückkehr
das Erkennungszeichen sein wird. Er gab uns die fortdauernde Predigt
seines wahren Evangeliums auf der ganzen Welt als ein Zeichen
seiner baldigen Rückkehr, während zusätzlich bestimmte
Ereignisse eintreten (wie zum Beispiel der Aufstieg Europas zu
einer grossen Macht im politischen, militärischen, wirtschaftlichen
und religiösen Bereich -- die zehnte und letzte Auferstehung
des antiken Heiligen Römischen Reiches; ein Krieg im Nahen
Osten; militaerische Anschläge auf die Vereinigten Staaten,
Großbritannien und Israel; und schliesslich kosmische Zeichen
und Störungen).
Christus warnte seine Jünger, sich nicht von falschen Zeichen
und Wundern täuschen zu lassen. "Denn es werden [während
der Zeit der großen Truebsal] falsche Christusse und falsche
Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, so
daß sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten
verführten" (Matthäus 24,24). Diese Irreführungen
schliessen auch die Lehre mit ein, dass Christus zurückgekehrt
sei und "in der Wüste" (Vers 26) auf seine Jünger
warte. Mit anderen Worten, sie werden predigen, dass Christus
zweimal kommen wird, um beim ersten Mal seine Jünger zu sich
zu holen und beim zweiten Mal Gottes Königreich auf Erden
wiederherzustellen. "[S]o glaubt es nicht", warnte Christus
und mahnte: "Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet
bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein"
(Vers 27).
Christus warnte ebenso, dass unmittelbar vor seiner Rückkehr
"der Mensch der Bosheit offenbart werden" (2. Thessalonicher
2,3) muss. An anderer Stelle ist diese Person als der "falsche
Prophet" identifiziert. Dieser Prophet wird bei der Rückkehr
Christi am Leben sein und Christus wird ihn "mit dem Hauch
seines Mundes [umbringen]" (Vers 8). Diesem Menschen der
Bosheit, auch "der Böse" (Vers 9) genannt, wird
die Macht Satans gegeben, mit allen "lügenhaften Zeichen
und Wundern" (Vers 9). In der Offenbarung steht geschrieben,
dass der falsche Prophet die Menschen mit seinen Zeichen und Wundern
täuschen wird: "[U]nd es [der falsche Prophet, hier
mit einem Tier verglichen, das wie ein Lamm aussieht, aber wie
ein Drache redet] verführt, die auf Erden wohnen, durch die
Zeichen, die zu tun vor den Augen des Tieres [einem politisch-militaerischen
Diktator] ihm Macht gegeben ist" (Offenbarung 13,14). "Und
das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, der
vor seinen Augen die Zeichen getan hatte, durch welche er ...
verführte" (Offenbarung 19,20).
Wir sehen, dass die Macht, um Zeichen und Wunder zu bewirken,
nicht unbedingt von Gott kommen muss. Einige versuchen verzweifelt,
Kraft zu empfangen, Wunder zu tun, wie der Zauberer Simon, welcher
Petrus Geld anbot, um von ihm den heiligen Geist zu erlangen und
ihn durch Händeauflegen auf andere zu übertragen (vgl.
Apostelgeschichte 8,18.19). Doch Petrus sagte zu ihm, dass sein
Herz vor Gott nicht rechtschaffen war und er Buße tun muesse
(vgl. Verse 21 und 22). Die Geschichte zeigt uns, dass er nicht
bereute, seine Zauberei fortsetzte und dadurch viele Menschen
verführte (Vers 9). In der Endzeit, direkt vor dem Kommen
Christi, werden VIELE falsche Propheten und Prediger, nicht nur
der o.a. falsche Prophet, erscheinen und viele Menschen täuschen
-- wenn es möglich wäre, sogar Auserwählte.
Christus befiehlt uns, wachzubleiben und nicht aufzugeben. Er
sagte, dass nur jene, die bis zum Ende aushalten, gerettet werden
(siehe Matthäus 24,13). Statt uns auf Zeichen und Wunder
zu konzentrieren, müssen wir sicherstellen, dass wir auf
Christi Kommen vorbereitet sind, denn er wird zu einer Stunde
kommen, in der wir ihn nicht erwarten (Matthäus 24,44).
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